Wildtiere brauchen in dieser strengen Jahreszeit Ruhe

Die Wildtiere können sich auf die jetzigen Bedingungen einstellen. Wichtig ist es jedoch, dem Wild die überlebenswichtige Ruhe zu gewährleisten. Wiederholte Fluchten durch Störungen können sich die Tiere jetzt nicht leisten, da sie dann zu viel Energie verbrauchen und dies zum Tode führen kann. Darum beachten Sie bitte folgendes, wenn Sie sich in Waldrandnähe oder auf Wegen in den Wald begeben:

  • Verlassen Sie die Wege nicht
  • Nehmen Sie Ihre Hunde an die Leine
  • Beachten Sie die markierten Wildruhezonen

Die Gemeinde Domat/Ems hat vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der Hege-organisation der Jägersektion Valaulta drei solcher Wildruhezonen definiert. Diese Gebiete sind mit Hinweistafeln markiert, welche an Wegen in unmittelbarer Nähe der jeweiligen Zone angebracht sind (Siehe Plan).

In der Nacht wechselt das Wild auf die mit Schnee bedeckten Felder um nach Nahrung zu scharren. Dadurch kommen sie speziell zwischen Ems und Chur in Nähe der Kantonsstrasse. Wie die jüngsten Fälle gezeigt haben überqueren sie diese auch. Bitte beachten Sie in den kommenden Wochen diese Situation und fahren Sie angemessen und vorsichtig.

Besten Dank für Ihre Rücksichtnahme.
Gemeindeverwaltung

Plan Wildruhezonen Domat/Ems

 

 


Wissenswertes zum Emser Wald

Das eidgenössische Waldgesetz definiert die drei Hauptfunktionen des Waldes:

  • Erholungsfunktion: Der Wald soll natürliche Lebensgemeinschaft bleiben und uns Erholungsraum bieten
  • Nutzfunktion: Der Wald soll uns mit Holz versorgen
  • Schutzfunktion: Der Wald soll uns vor Naturgefahren schützen
Schutzwald Domat/Ems

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Auch der Emser Wald erfüllt all diese Funktionen: Die Wälder in der Valaulta (Dreibündenstein) sind Schutzwald für Siedlung, Kantonsstrasse und RhB. Die Bestockungen der Tumas, auf Ils Aults oder der Schafweide dienen als Erholungswälder.

Mit 1'200 ha ist etwa die Hälfte des Gemeindeterritoriums mit Wald bedeckt. Dazu kommen noch 135 ha Alpwald auf Ranasca (Gemeinde Pigniu). Auf dem Gemeindeterritorium besteht dieser Wald zu 96% aus Nadelbäumen (Fichte 54%, Tanne 22%, Lärche 11%, Föhre 9%) und zu 4% aus Laubbäumen (Buche 3%; übrige Laubbäume 1%).

Der Holzvorrat beträgt rund 306'000 m3 oder 326 m3/ha und der Holzzuwachs rund 5.3 m3/ha pro Jahr. Die Holznutzung (Hiebsatz) beläuft sich auf rund 5'000 m3 pro Jahr.

Der Emser Wald gehört standortbedingt zu den produktivsten Wäldern im Kanton. Der grösste Teil des Waldes ist aber nordexponiert und weist aufgrund der ungünstigen Licht- und Wärmeverhältnisse erschwerte Verjüngungsbedingungen auf. Ein Fünftel der produktiven Waldfläche besteht aus pflegeintensivem Jungwald. Die topografischen Verhältnisse sind schwierig.

Naturereignisse werden dann zu Naturgefahren, wenn menschliche Werte bedroht sind. Folgende Naturgefahren haben in der Vergangenheit in Domat/Ems zu Schäden geführt:

  • Lawinen
  • Steinschlag
  • Rutschungen
  • Überschwemmungen/Murgänge

Die Hauptgefahr geht in Domat/Ems von Rutschungen und Murgängen aus:
Im November 2002 haben Murgänge und Wassermassen zu grossen Schäden im Gewerbegebiet Isla und teilweise auch im östlichen Wohngebiet von Domat/Ems geführt.
In den Jahren 2013/2014 beschäftigen wiederholte Murgänge mit riesigen Mengen an Rüfematerial die Verantwortlichen von Kanton und Gemeinde.

Hätten Sie gewusst

  • dass es schon seit 300 Millionen Jahren Wald gibt?
  • dass jährlich gegen 10 Millionen m3 Holz im Schweizer Wald nachwachsen?
  • dass aber bloss rund 4.5 Millionen m3 Holz, also nur etwa 45 % des Zuwachses, genutzt werden?
  • dass die Gesamtwaldfläche in der Schweiz seit 1945 um 18% zugenommen hat?
  • dass die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft mit mehr als 12'000 Betrieben und gut 90'000 beschäftigten einen jährlichen Umsatz von über 10 Milliarden Franken erwirtschaftet?
  • dass eine einzige achtzigjährige Buche rund 800'000 Blätter hat, welche eine Gesamtoberfläche von 1.5 Quadratkilometern aufweisen, und dass der Baum fast einen Liter Wasser pro Stunde verarbeitet?

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